Tag Archive | Sünde

Das Christentum erklärt anhand von 5 Bibelversen

[Es folgt ein Vortrag von Rod Rosenbladt, den ich ins Deutsche übersetzt habe. Das englischsprachige Original kann man bei 1517thelegacyproject lesen oder hören.]

In Jesu Namen. Amen.

Ich beginne mit einer wahren Geschichte. Es ist eine Geschichte, die ich als Pastor hier in Orange County (Kalifornien) erlebt habe. Vor vielen Jahren diente ich als Vertretungspastor in einer lutherischen Gemeinde, die nicht der Missouri-Synode angehörte. Ein Vertretungspastor ist nur begrenzte Zeit in einer Gemeinde. Er soll die Dinge so gut es geht zusammenhalten, während die Gemeinde in einem Prozess, der viel zu lange dauert, einen neuen Pastor beruft. Man hält die Dinge eben notdürftig mit Kaugummi und Draht zusammen.

Eines Tages – es war an einem Sonntag – sprachen wir in der Bibelstunde darüber, dass jeder Christ dazu berufen ist, anderen Menschen das Evangelium zu bezeugen. Ihnen schlicht und einfach „die Geschichte“ zu erzählen. Bevor die Menschen an diesem Sonntag nach Hause gingen, gab ich ihnen eine Aufgabe für die kommende Woche mit. Die Aufgabenstellung sah so aus: Stelle dir eine Situation vor, in der dich ein enger Freund danach fragt, was das Christentum sei. Was es damit auf sich hat.

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„Christsein heißt Teil der Mannschaft Jesu zu werden“ – Der Erfahrungsbericht eines geistlichen Fußballspielers

Es kommt nicht auf den Kritiker an; nicht auf den Mann, der erklärt, warum der starke Mann gestrauchelt ist oder wie ein Mann der Tat es hätte besser machen können. Der Lorbeer gebührt dem Mann, der tatsächlich in der Arena steht, dessen Gesicht mit Staub und Schweiß und Blut verschmiert ist; der tapfer strebt; der sich irrt, wieder und wieder scheitert, weil es kein Fortkommen ohne Irrtum und Fehler gibt; der sich tatsächlich bemüht, das Nötige zu tun; der den großen Enthusiasmus und die wahre Hingabe kennt; der für eine Sache, die es wert ist, alles gibt; der im besten Falle schließlich den Triumph einer großen Leistung kennen lernt und im schlimmsten Fall scheitert, weil er Großes gewagt hat, so dass sein Platz niemals bei den kalten, furchtsamen Seelen ist, die weder Sieg noch Niederlage kennen.

Dieses berühmte Zitat des US-amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt ziert inzwischen nicht nur als Tattoo den Körper von Miley Cyrus, es sind auch Worte, die mir in der Literatur zu „Führen und Leiten“ immer wieder begegnet sind. Es sind inspirierende Worte. Sie machen Mut, alles zu geben. Ich will doch nicht der zuschauende Kritiker sein. Ich will der sein, der in der Arena des Lebens alles gegeben hat.

© tungphoto / FreeDigitalPhotos.net

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Ich dachte lange Zeit, mit dem Christsein wäre es ganz ähnlich. Da gibt es viele Menschen, die wie diese Zuschauer sind. Sie kritisieren aus der Ferne, ohne selbst etwas zu riskieren. Es sind die Menschen, die vielleicht an Weihnachten mal zum Gottesdienst auftauchen und am Stammtisch immer etwas an der Kirche herumzunörgeln haben. Aber ein echtes Leben mit Gott riskieren sie nicht.

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Zeitgemäß über Sünde predigen

Über Sünde predigen? Es gibt gute Gründe, das bleiben zu lassen. Das Konzept der Sünde erscheint unverständlich und unzeitgemäß. Tim Keller bietet jedoch eine spannende Alternative: zeitgemäß und doch theologisch stimmig. Überzeugt sie Dich auch?

©  David Castillo Dominici / FreeDigitalPhotos.net

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Denken wir doch einmal an den Fall, ein Fremder verirrt sich zufällig in unseren Gottesdienst. Mit Sünde wird er wohl in der Regel nichts anfangen können. Sprächen wir ihn an, könnte sich folgender Dialog ergeben:

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Wenn Musik die Gemeinde nicht mehr spaltet

Für viele ist es ein Grund, einen bestimmten Gottesdienst nicht mehr zu besuchen: die Musik. „Wenn da nicht nur englische Lieder gespielt werden würden, würde ich auch kommen“ – heißt es dann. Der Musikgeschmack lässt oft einen tiefen Riss durch die Gemeinde gehen. Doch wie lässt sich das verhindern?

©  Jörg Kleinschmidt / PIXELIO'

© Jörg Kleinschmidt / PIXELIO‘

Musik ist ein heißes Eisen. Über vieles kann man sich hier streiten: Englische oder deutsche Lieder? Moderne oder traditionelle Songs? Lieber mit Gitarre oder doch die Orgel beibehalten? Wenn Du auch schon einmal so eine ermüdende Diskussion geführt hast, dann weißt Du, wovon ich rede. Besonders als Leiter versucht man dann, zwischen den verschiedenen Positionen zu vermitteln. Weiterlesen…

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