Tag Archive | lutherisch

„Die Zukunft der Kirche in einer sich verändernden Gesellschaft“ (Vortrags-Manuskript)

(Der folgende Vortrag wurde beim Algemeinen Pfarrkonvent der SELK gehalten. Der geneigte Leser möge diesen Kontext bedenken.)

36 Jahre, 7 Monate, 22 Tage. So lange habe ich noch bis zu meinem Ruhestand. Falls ich wirklich nur bis 67 arbeiten müsste. Wie auch immer: Es ist in jedem Fall zu lang, als das mir die Zukunft der Kirche egal sein könnte. Allein schon aus diesem Grund ist es mir wichtig, darüber nachzudenken, welchen zukünftigen Weg die Kirche in einer sich verändernden Gesellschaft einschlagen sollte.

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© toonsteb / FreeDigitalPhotos.net

Ja, die lutherische Kirche muss sich auf den Weg machen. Weiter so geht es nicht. Nicht nur die sinkenden Kirchenmitgliedszahlen sind ein Indiz. Mancherorts kann man auch froh über jeden 65-Jährigen sein, der sich in einen Gottesdienst verirrt und so den Altersschnitt nach unten zieht. Diese Prozesse hinsichtlich Entkirchlichung, Säkularisierung mögen nicht überall so extrem auftreten, aber sie sind meines Erachtens dennoch typisch. Sie laufen auch anderen Orts ab, wenn auch vielleicht weit weniger intensiv.

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Das Christentum erklärt anhand von 5 Bibelversen

[Es folgt ein Vortrag von Rod Rosenbladt, den ich ins Deutsche übersetzt habe. Das englischsprachige Original kann man bei 1517thelegacyproject lesen oder hören.]

In Jesu Namen. Amen.

Ich beginne mit einer wahren Geschichte. Es ist eine Geschichte, die ich als Pastor hier in Orange County (Kalifornien) erlebt habe. Vor vielen Jahren diente ich als Vertretungspastor in einer lutherischen Gemeinde, die nicht der Missouri-Synode angehörte. Ein Vertretungspastor ist nur begrenzte Zeit in einer Gemeinde. Er soll die Dinge so gut es geht zusammenhalten, während die Gemeinde in einem Prozess, der viel zu lange dauert, einen neuen Pastor beruft. Man hält die Dinge eben notdürftig mit Kaugummi und Draht zusammen.

Eines Tages – es war an einem Sonntag – sprachen wir in der Bibelstunde darüber, dass jeder Christ dazu berufen ist, anderen Menschen das Evangelium zu bezeugen. Ihnen schlicht und einfach „die Geschichte“ zu erzählen. Bevor die Menschen an diesem Sonntag nach Hause gingen, gab ich ihnen eine Aufgabe für die kommende Woche mit. Die Aufgabenstellung sah so aus: Stelle dir eine Situation vor, in der dich ein enger Freund danach fragt, was das Christentum sei. Was es damit auf sich hat.

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