Tag Archive | Jesus

Das Christentum erklärt anhand von 5 Bibelversen

[Es folgt ein Vortrag von Rod Rosenbladt, den ich ins Deutsche übersetzt habe. Das englischsprachige Original kann man bei 1517thelegacyproject lesen oder hören.]

In Jesu Namen. Amen.

Ich beginne mit einer wahren Geschichte. Es ist eine Geschichte, die ich als Pastor hier in Orange County (Kalifornien) erlebt habe. Vor vielen Jahren diente ich als Vertretungspastor in einer lutherischen Gemeinde, die nicht der Missouri-Synode angehörte. Ein Vertretungspastor ist nur begrenzte Zeit in einer Gemeinde. Er soll die Dinge so gut es geht zusammenhalten, während die Gemeinde in einem Prozess, der viel zu lange dauert, einen neuen Pastor beruft. Man hält die Dinge eben notdürftig mit Kaugummi und Draht zusammen.

Eines Tages – es war an einem Sonntag – sprachen wir in der Bibelstunde darüber, dass jeder Christ dazu berufen ist, anderen Menschen das Evangelium zu bezeugen. Ihnen schlicht und einfach „die Geschichte“ zu erzählen. Bevor die Menschen an diesem Sonntag nach Hause gingen, gab ich ihnen eine Aufgabe für die kommende Woche mit. Die Aufgabenstellung sah so aus: Stelle dir eine Situation vor, in der dich ein enger Freund danach fragt, was das Christentum sei. Was es damit auf sich hat.

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In der Predigt Glauben wecken – 4 Dimensionen

Ich predige, um Glauben an Jesus Christus zu wecken. Um dieses Ziel zu erreichen, hilft es vielleicht, einmal den Blick zu weiten. In diesem Beitrag schaue ich in die Führungsliteratur und will mich hier von einem Modell für meine Predigtpraxis inspirieren lassen.

© thepathtraveler / FreeDigitalPhotos.net

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Mein allgemeines Predigtziel sieht etwa so aus: Durch die Predigt vertrauen Menschen Jesus Christus (etwas mehr). Sie vertrauen seinem perfekten Leben mehr als ihrem eigenen. Sie vertrauen seinem Kreuz und Blut, seiner Auferstehung. Sie vertrauen, dass Jesus sie eines Tages „in den Himmelbringt“. Und dass er sie durch dieses Leben bringt.

Dieses Vertrauen schenkt natürlich nur der Heilige Geist. Und der „weht, wo er will“ (Joh 3,8). Aber er tut es eben auch durch die Predigt (Röm 10,17). Von daher dürfen wir als Prediger uns gerne um eine Gestaltung der Predigt bemühen, die Glauben fördern kann.

Wie geht das konkret? Mir kam eine Idee. Ganz ausgereift ist sie noch nicht. Aber vielleicht ist es ja eine spannende Spur!

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Christuszentriert ist nicht gleich christuszentriert. Wenn Jesus zur Mogelpackung wird

Christuszentriert. Das ist in frommen Kreisen ein Gütesiegel. Es ist mitunter genuiner Ausdruck des eigenen evangelischen Profils. Jesus soll im Mittelpunkt stehen. So singt man es in zahlreichen Lobpreisliedern („Sei Du der Mittelpunkt in meinem Leben!“). Und ich erinnere mich noch lebendig daran, wie Pastor Bill Hybels auf einem Willow-Creek Kongress vereinfacht gesagt so etwas wie „4 Stufen des Christseins“ vorstellte. Die höchste Stufe waren dabei natürlich die „Christuszentrierten“.

© Naypong / FreeDigitalPhotos.net

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Mir ist vor kurzem das Selbstmanagementbuch „Do more better“ von Tim Challies in die Hände gefallen. Sein Weg zu mehr Produktivität will bewusst christlich sein. Dazu müsse man als Christ zunächst einmal den Sinn seines Lebens kennen. Dieser bestehe darin, Gott mit meinem Leben durch gute Taten die Ehre zu geben. Nicht ich sei der Mittelpunkt meines Lebens, sondern Gott. Das gelte für ausnahmslos alle Lebensbereiche. Gott die Ehre zu geben – Das sei im Übrigen auch der eigentliche Sinn der Rettungstat Christi: „God saved you so that you could do good works and in that way bring glory to him.“

Da dämmerte es mir. Christuszentriert ist nicht gleich christuszentriert. Es gibt vielmehr zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Christuszentrierung. Da gibt es zum einen die Christuszentrierung im Modus des Gesetzes und zum anderen die Christuszentrierung im Modus des Evangeliums.

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Einen schlechten Tag gehabt? So kann er zum besten Tag Ihres Lebens werden…

Ich gebe zu: es ist ein großes Versprechen. Aber ich gebe es gerne: Der heutige Tag kann zum besten Tag Ihres Lebens werden.

Mit diesem Versprechen bin ich nicht allein. In der einen oder anderen Variation geistert es durch die Selbsthilfeliteratur. Auch aus dem Mund so manchen Motivationsgurus ist es hin und wieder vernehmbar. Es klingt dann in etwa so:

© kongsky / FreeDigitalPhotos.net

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Sie können heute beginnen, ihren Traum zu leben! Sie schaffen das! Füllen Sie Ihren Kopf mit positiven Gedanken! Das wird sie ungemein motivieren. Überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund und beginnen Sie heute! Leben Sie nicht für die Ziele anderer Menschen, sondern leben Sie ihren eigenen Traum.

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„Christsein heißt Teil der Mannschaft Jesu zu werden“ – Der Erfahrungsbericht eines geistlichen Fußballspielers

Es kommt nicht auf den Kritiker an; nicht auf den Mann, der erklärt, warum der starke Mann gestrauchelt ist oder wie ein Mann der Tat es hätte besser machen können. Der Lorbeer gebührt dem Mann, der tatsächlich in der Arena steht, dessen Gesicht mit Staub und Schweiß und Blut verschmiert ist; der tapfer strebt; der sich irrt, wieder und wieder scheitert, weil es kein Fortkommen ohne Irrtum und Fehler gibt; der sich tatsächlich bemüht, das Nötige zu tun; der den großen Enthusiasmus und die wahre Hingabe kennt; der für eine Sache, die es wert ist, alles gibt; der im besten Falle schließlich den Triumph einer großen Leistung kennen lernt und im schlimmsten Fall scheitert, weil er Großes gewagt hat, so dass sein Platz niemals bei den kalten, furchtsamen Seelen ist, die weder Sieg noch Niederlage kennen.

Dieses berühmte Zitat des US-amerikanischen Präsidenten Theodore Roosevelt ziert inzwischen nicht nur als Tattoo den Körper von Miley Cyrus, es sind auch Worte, die mir in der Literatur zu „Führen und Leiten“ immer wieder begegnet sind. Es sind inspirierende Worte. Sie machen Mut, alles zu geben. Ich will doch nicht der zuschauende Kritiker sein. Ich will der sein, der in der Arena des Lebens alles gegeben hat.

© tungphoto / FreeDigitalPhotos.net

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Ich dachte lange Zeit, mit dem Christsein wäre es ganz ähnlich. Da gibt es viele Menschen, die wie diese Zuschauer sind. Sie kritisieren aus der Ferne, ohne selbst etwas zu riskieren. Es sind die Menschen, die vielleicht an Weihnachten mal zum Gottesdienst auftauchen und am Stammtisch immer etwas an der Kirche herumzunörgeln haben. Aber ein echtes Leben mit Gott riskieren sie nicht.

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Soll ich einen starken oder einen schwachen Christus predigen?

Wie reden wir vom Kreuz Christi? Predigen wir einen „schwachen Christus“, der verlassen das Leid der Welt trägt oder predigen wir einen „starken Christus“ der siegreich triumphiert? Ich will in diesem Beitrag behaupten, dass Nummer 2 meist unterschätzt wird. Zu Unrecht.

© bela_kiefer / FreeDigitalPhotos.net

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Das Folgende hat dabei nur den Charakter eines „ersten Entwurfes“. Mich hat der Gedanke aber in den letzten Tagen sehr gefesselt. Man müsste wohl noch viel mehr Differenzierungen vornehmen. Dann würde dieser Beitrag aber 10x so lang werden. Ich hoffe deshalb, dass der geneigte Leser mir manche Einseitigkeiten verzeiht und die wesentliche These dennoch deutlich wird.

Wenn wir über das Kreuz Christi predigen, dann lassen sich idealtypisch zwei Christus-Bilder voneinander unterscheiden:

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