Tag Archive | Gemeinde

„Wie können wir die Kirche von morgen gestalten?“ (Vortrags-Manuskript)

Im Mai habe ich im Theokreis-Leipzig einen Vortrag zum Thema Kirche halten dürfen. Hier gibt es nun mein Manuskript, das sicherlich noch weiter ausgearbeitet werden müsste. Vielleicht empfindet es ja der eine oder die andere als hilfreich. Die Freunde von Lutherisches Lärmen haben sogar eine Aufnahme hochgeladen. Viel Freude bei der Lektüre.

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© momosu / pixelio.de

„Wie können wir die Kirche von morgen gestalten?“ Vermutlich studieren viele hier mit dieser Frage im Hinterkopf. Wenn man bald Pfarrer wird – wobei „bald“ bei der länge unseres Ausbildungsweges freilich ein relativer Begriff ist – dann stellen sich solche Fragen: Wie „mache“ ich Kirche so, dass sie wieder Menschen anspricht? Dass Menschen in unseren Gemeinden vermehrt zum Glauben an Jesus Christus finden?

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Zwei wundervolle Geschichten über die Liebe unseres Himmlischen Vaters

Scott Keith hat mit „Being Dad: Father as a Picture of God’s Grace“ ein wunderbares Buch geschrieben. Für ihn können Eltern – gerade auch Väter – ein Bild für die Gnade sein, mit der uns unser Himmlischer Vater begegnet. Zwei der wundervollen Geschichten, mit denen Keith’s Book gespickt ist, und die auf ihrer Art jener des Vaters in der Erzählung „vom verlorenen Sohn“ gleichen, habe ich einmal ins Deutsche übersetzt.

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Das Christentum erklärt anhand von 5 Bibelversen

[Es folgt ein Vortrag von Rod Rosenbladt, den ich ins Deutsche übersetzt habe. Das englischsprachige Original kann man bei 1517thelegacyproject lesen oder hören.]

In Jesu Namen. Amen.

Ich beginne mit einer wahren Geschichte. Es ist eine Geschichte, die ich als Pastor hier in Orange County (Kalifornien) erlebt habe. Vor vielen Jahren diente ich als Vertretungspastor in einer lutherischen Gemeinde, die nicht der Missouri-Synode angehörte. Ein Vertretungspastor ist nur begrenzte Zeit in einer Gemeinde. Er soll die Dinge so gut es geht zusammenhalten, während die Gemeinde in einem Prozess, der viel zu lange dauert, einen neuen Pastor beruft. Man hält die Dinge eben notdürftig mit Kaugummi und Draht zusammen.

Eines Tages – es war an einem Sonntag – sprachen wir in der Bibelstunde darüber, dass jeder Christ dazu berufen ist, anderen Menschen das Evangelium zu bezeugen. Ihnen schlicht und einfach „die Geschichte“ zu erzählen. Bevor die Menschen an diesem Sonntag nach Hause gingen, gab ich ihnen eine Aufgabe für die kommende Woche mit. Die Aufgabenstellung sah so aus: Stelle dir eine Situation vor, in der dich ein enger Freund danach fragt, was das Christentum sei. Was es damit auf sich hat.

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In der Predigt Glauben wecken – 4 Dimensionen

Ich predige, um Glauben an Jesus Christus zu wecken. Um dieses Ziel zu erreichen, hilft es vielleicht, einmal den Blick zu weiten. In diesem Beitrag schaue ich in die Führungsliteratur und will mich hier von einem Modell für meine Predigtpraxis inspirieren lassen.

© thepathtraveler / FreeDigitalPhotos.net

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Mein allgemeines Predigtziel sieht etwa so aus: Durch die Predigt vertrauen Menschen Jesus Christus (etwas mehr). Sie vertrauen seinem perfekten Leben mehr als ihrem eigenen. Sie vertrauen seinem Kreuz und Blut, seiner Auferstehung. Sie vertrauen, dass Jesus sie eines Tages „in den Himmelbringt“. Und dass er sie durch dieses Leben bringt.

Dieses Vertrauen schenkt natürlich nur der Heilige Geist. Und der „weht, wo er will“ (Joh 3,8). Aber er tut es eben auch durch die Predigt (Röm 10,17). Von daher dürfen wir als Prediger uns gerne um eine Gestaltung der Predigt bemühen, die Glauben fördern kann.

Wie geht das konkret? Mir kam eine Idee. Ganz ausgereift ist sie noch nicht. Aber vielleicht ist es ja eine spannende Spur!

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Christuszentriert ist nicht gleich christuszentriert. Wenn Jesus zur Mogelpackung wird

Christuszentriert. Das ist in frommen Kreisen ein Gütesiegel. Es ist mitunter genuiner Ausdruck des eigenen evangelischen Profils. Jesus soll im Mittelpunkt stehen. So singt man es in zahlreichen Lobpreisliedern („Sei Du der Mittelpunkt in meinem Leben!“). Und ich erinnere mich noch lebendig daran, wie Pastor Bill Hybels auf einem Willow-Creek Kongress vereinfacht gesagt so etwas wie „4 Stufen des Christseins“ vorstellte. Die höchste Stufe waren dabei natürlich die „Christuszentrierten“.

© Naypong / FreeDigitalPhotos.net

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Mir ist vor kurzem das Selbstmanagementbuch „Do more better“ von Tim Challies in die Hände gefallen. Sein Weg zu mehr Produktivität will bewusst christlich sein. Dazu müsse man als Christ zunächst einmal den Sinn seines Lebens kennen. Dieser bestehe darin, Gott mit meinem Leben durch gute Taten die Ehre zu geben. Nicht ich sei der Mittelpunkt meines Lebens, sondern Gott. Das gelte für ausnahmslos alle Lebensbereiche. Gott die Ehre zu geben – Das sei im Übrigen auch der eigentliche Sinn der Rettungstat Christi: „God saved you so that you could do good works and in that way bring glory to him.“

Da dämmerte es mir. Christuszentriert ist nicht gleich christuszentriert. Es gibt vielmehr zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Christuszentrierung. Da gibt es zum einen die Christuszentrierung im Modus des Gesetzes und zum anderen die Christuszentrierung im Modus des Evangeliums.

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Mehr Produktivität im Alltag – David Allens Klassiker „Getting things done“ im Schnellcheck

Weil meine Zeit knapp ist, freue ich mich über jede Hilfe, meine täglichen Herausforderungen produktiver anzugehen. Darum habe ich mir den Selbstmanagement-Beststeller „Getting things done“ (deutsch: „Wie ich die Dinge geregelt bekomme) von David Allen einmal näher angeschaut. In diesem Beitrag schildere ich meinen Eindruck.

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Mehrfach war ich schon über den Titel „Getting things done“ gestolpert. Nun habe ich einmal in dieses Buch hineingeschaut. Genauer gesagt: Hineingehört. Auf Autofahrten wurde das Hörbuch zu meinem Begleiter. Mit knapp 7 Stunden hat es eine überschaubare Länge.

Zugegeben: Ich brauchte zwei Anlaufe, bis mich das Buch zu überzeugen vermochte. Beim ersten Hören legte ich das Hörbuch nach einer Stunde vergleichsweise enttäuscht beiseite. Doch es hat sich gelohnt, dem Buch eine zweite Chance zu geben.

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„Wir bauen hier am Reich Gottes“ – Ein Leitspruch auf dem Prüfstand

Was ist unser Auftrag als Kirche? Was ist die Mission Ihrer Gemeinde? Oftmals höre ich die Antwort: „Wir bauen hier am Reich Gottes.“ Das ist in vielen kirchlichen Kreisen ein unhinterfragter Leitspruch. Manchmal hört man ihn explizit, manchmal kommt er einem zwischen den Zeilen entgegen.

Oftmals geht die Argumentation so weiter: Das Reich Gottes schimmert dort auf, wo Gottes Willen geschieht. Deshalb geht es beim „Reich-Gottes-Bauen“ darum, die Welt im Sinne von Gottes Willen zu verändern. So gut es eben möglich ist.

In eher evangelikaler Couleur kann das konkret heißen, möglichst viele Menschen als Jünger zu einem Leben nach biblischen Maßstäben zu bewegen. In einer liberalen Spielart vielleicht, die Welt ein kleines Stück besser zu machen. Sich als Kirche für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.

© Tim Reckmann / pixelio.de

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„Wir bauen hier am Reich Gottes.“ Mir geht dieser Leitspruch seit geraumer Zeit nicht mehr so leicht über die Lippen. Ich bin skeptisch, weil mir hier eine ganz andere inhaltliche Stoßrichtung begegnet als ich sie etwa bei Paulus oder Luther lese: Die Rechtfertigung des Sünders aus Gnade durch Glauben um Christi willen.

Die wesentliche Botschaft scheint verschoben. Anstelle des Handeln Gottes für mich tritt die Einladung zur Mitarbeit. Auch das Menschenbild ist in jenem Leitspruch viel optimistischer. Ich in weniger ein passiv Empfangender, sondern ein aktiver Mitarbeiter.

Deshalb habe ich mir vorgenommen, diesen Leitspruch einmal biblisch zu überprüfen. Ich habe mir die knapp 70 Treffer auf bibelserver zum Stichwort „Reich Gottes“ einmal angeschaut. Meine Beobachtungen möchte ich hier gerne vorstellen. Selbstverständlich handelt es sich nicht um eine fertige Analyse. Auch bin ich kein Neutestamentler. Aber vielleicht trägt das Folgende ja dennoch etwas zur Bereicherung des Gespräches bei.

Hier meine Beobachtungen:

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