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7 Dinge, die ich von Otto Waalkes über das Predigen gelernt habe

In seinem „Wort zum Montag“ parodierte Otto Waalkes nicht nur das „Wort zum Sonntag“, sondern auch ein gutes Stück weit verbreiteter homiletischer Realität. Zwar ist dieses kleine Stück Satire inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen, in gewisser Hinsicht hat es dennoch einen zeitlosen Charakter. Hier das kurze Video:

So manch einer wird ein gutes Stück sonntäglicher Realität wiedererkennen. Das ist sicherlich kein Zufall, denn Ottos Eltern waren Baptisten und Waalkes brachte, wenn man dem Internet Glauben schenken darf, wohl einige Stunden seiner Kindheit in der Kirche zu.

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Sieben Wochen ohne „Gott“? – Zur Predigt-Fastenaktion „ohne Große Worte“

Halleluja! Die Fastenzeit ist zu Ende. Und mit ihr ist auch die Aktion des „Zentrum für evangelische Predigtkultur“ vorbei. Sie hieß „ohne Große Worte“. Die Idee: Prediger sollten einmal sieben Wochen auf so manche „große Worte“ verzichten und sich in sprachlicher Genügsamkeit üben. Dazu erschien eine Art „rote Liste“ mit 49 Beispielen (Hier dazu mehr).

© stockimages / FreeDigitalPhotos.net

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Hier fand man Worte wie „Frieden“, „Wahrheit“, „Kreuz“ und eben auch „Gott“. So wie ich das Anliegen verstanden habe, ging es keineswegs darum, diese Worte grundsätzlich aus dem pastoralen Vokabular zu streichen, sondern sie durch einen temporären Verzicht neu zur Klarheit zu bringen, indem man den Inhalt mit anderen Worten auf den Punkt bringt.

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Predigen ganz ohne Manuskript – Die Loci-Methode

Abgelesene Predigten wirken oftmals langweilig und unpersönlich. Warum also nicht einmal ganz auf ein Manuskript verzichten? Aber muss das nicht automatisch in einem Chaos münden? Ich denke nicht. Die Loci-Methode zeigt, wie das bei Dir funktionieren kann.

© luigi diamanti / FreeDigitalPhotos.net

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Meine erste Begegnung mit der Loci-Methode hatte ich in meiner Examensvorbereitung. Mein Mitbewohner und ich mussten uns einen gewaltigen Stoffumfang merken. Grundsätzlich konnte ich mir bisher die Dinge deutlich besser merken als mein Mitbewohner. Doch dann schwenkte mein Mitbewohner eines Tages um.

Er eignete sich die Loci-Methode an. Und er fing an mich von Woche zu Woche hinsichtlich des Lernens von Detailwissen auszuperformen. Besonders in der Bibelkunde war er am Ende deutlich besser als ich. Das hat mich beeindruckt… und ist mir in bleibender Erinnerung geblieben.

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6 praktische Schritte um eine Predigt merkbar zu machen

Zum einen Ohr rein – zum anderen wieder raus. Predigten werden leider viel zu schnell vergessen. Ich möchte Dir sechs Vorschläge machen, damit deine Predigt beim nächsten Mal besser haften bleibt.

©  digitalart / FreeDigitalPhotos.net

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Die Realität ist zum vergessen

Sein wir doch mal ehrlich. Wie viel ist wohl in den Köpfen der Gemeinde hängengeblieben, wenn ich oder Du die Kanzel herunterschreitest. Am Ausgang heißt es dann oft, die Predigt sei heute „gut“ gewesen. Will man jetzt wirklich nachfragen, worin dieses „Gute“ bestand? Die Gefahr ist groß, dass am Ausgang schon nicht mehr viel da ist. Ist überhaupt noch bekannt, was eigentlich der Predigttext war?

Wenn es nun schon am Ausgang so aussieht, wie erst nach ein paar Tagen? Mach doch mal den praktischen Test: Kannst Du die Inhalte der letzen Predigt, die Du gehört hast, noch wiedergeben?

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