Kreativ sein mit Methode – Teil 1: 8 Grundsätze

„Ob ich kreativ bin? Auf keinen Fall! Die guten Einfälle haben doch immer die anderen.“ – So denken viele. Aber Kreativitäts-Experten geben Anlass zur Hoffnung. Denn zu einem guten Teil kann man Kreativität auch lernen. Wie das gehen kann, ist Thema dieses Beitrags.

© Supertrooper / FreeDigitalPhotos.net

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Viele denken, gute Ideen fallen vom Himmel. Sie kommen einfach auf mich oder eben halt nicht. Aber in mancher Hinsicht ist Kreativität auch ein Handwerk, etwas Methodisches. In diesem Blogpost möchte ich 8 Grundsätze vorstellen, die mir geholfen haben, zumindest ein bisschen kreativer zu werden. In einem zweiten Teil, ergänze ich diese 8 Grundsätze dann um 7 konkrete Methoden.

Vieles hiervon habe ich von zwei spannenden Podcasts von managerseminare gelernt. Sie heißen Neues Sehen statt Neues sehen (Link) und Quergedacht – leicht gemacht? (Link). Wer das Thema vertiefen möchte, dem seien diese Podcasts wärmstens empfohlen.

Aber nun zu den 8 Grundsätzen:

1) Beziehe Dein Unterbewusstsein ein! Die guten Einfälle kommen oftmals aus dem Unterbewusstsein, also wenn wir uns gerade nicht aktiv mit dem Problem oder der Aufgabe beschäftigen. Der Innovationsexperte Carl Otto Scharmer schreibt deshalb:

Konzentriere dich auf das, was wirklich wichtig ist. Arbeite bis zum Umfallen. Dann brich ab, spring unter die Dusche. Achte auf die Idee, die dann aufzutauchen beginnt. Nimm das Handtuch, trockne dich ab, und fange an, einen Prototyp dieser Idee zu erstellen.

2) Habe schlechte Ideen! Ich sage mir: „Nicht jede Idee muss auch zu einem guten Ergebnis führen.“ Das nimmt von der Ideenfindungsphase den Leistungsdruck. Denn in der Regel gilt: Wer eine gute Idee bekommen will, darf sich nicht zu schade sein, auch hundert schlechte Ideen zu produzieren.

3) Denke lateral! Das laterale Denken unterscheidet sich grundsätzlich vom logisch-analytischem Denken. Beim lateralen Denken nehme ich das wahr, was denkbar und möglich wäre. Die dabei entstehenden Ideen erscheinen oftmals unlogisch, oder besser: nur im Rückblick logisch. Dabei ist laterales Denken kein Ersatz, sondern eine Ergänzung für logisch-analytisches Denken. Ersteres ist besonders gut, um Ideen zu generieren, zweites um gute Ideen zu erkennen.

4) Mach Dich warm! Wie der Körper braucht auch das Gehirn eine Anlaufphase um kreativ auf Touren zu kommen. Hier können verschiedenste Denksportaufgaben weiterhelfen.

5) Denke vernetzt! Kreativ sein assoziiert man spontan oftmals mit „etwas ganz Neues entdecken“. Das ist in der Realität aber nur sehr selten der Fall. In den meisten Kreativitätsprozessen wird kein neues Wissen erzeugt, sondern bestehendes, bisher unverbundenes Wissen vernetzt und verbunden. Darum zu wissen, kann entlasten. Ich muss also nicht das Rad neu erfinden, sondern zwei bisher unverbundene Fäden zusammenführen.

6) Denke spezifisch! Es gibt den Mythos, dass Kreativität sich dort am besten entfaltet, wo dem Geist keine Grenze gesetzt wird. Wer so herangeht, erlebt aber in der Realität oftmals das Gegenteil: eine Blockade. Der Mensch braucht zur Kreativität eine spezifische Herausforderung. Je spezifischer die Herausforderung, desto höher das kreative Potential. Also beschreibe die Aufgabe/Herausforderung so genau wie möglich, bevor es an die Ideenfindung geht.

7) Beachte die Konzeptkreativität! Neben der Ideenkreativität gibt es auch eine Konzeptkreativität. Sie beschäftigt sich damit, wie eine Idee auch umgesetzt wird. Sonst bleibt die gute Idee in der Schublade. So ist das Scheitern einer Idee oftmals kein Problem des schlechten Einfalls, sondern mangelnder Konzeptkreativität.

8) Auf verschiedenen Ebenen innovativ sein! Nach Jeff Dyer, Hal Gergersen und Clayton M. Christensen zeichnen sich innovative Menschen durch die sogenannte „Innovatoren-DNA“ aus, die folgende 5 Fähigkeiten umfasst: Bestehendes Infrage stellen, Genau beobachten, Zur Lösung eines Problems experimentieren, Networking betreiben und bestehendes Wissen verknüpfen.

Hier geht es zum zweiten Teil, den sieben konkreten Tools.

Frage: Welche Grundsätze haben Dir geholfen, kreativer zu sein? Was ist Deiner Ansicht nach der größte Hemmschuh für neue Ideen?

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