Authentisch führen macht erfolgreich – Wie es gehen kann

Authentisch sein. Das schätze ich an Menschen. Aber wusstest Du, dass authentische Führungskräfte auch langfristig erfolgreicher sind? Die Herausforderung lautet also, authentisch zu führen. Ich stelle Dir vor, wie es gehen kann.

© Stuart Miles / FreeDigitalPhotos.net

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Andere Menschen authentisch zu führen ist viel mehr als nur nice to have. Es ist wichtig, um erfolgreich zu sein. Das belegen zahlreiche Studien.

So ist inzwischen nachgewiesen, dass Mitarbeiter eine höhere Einsatzbereitschaft zeigen, wenn sie mit authentischen Führungskräften zusammenarbeiten. (Experten reden hier von Organizational Citizenship Behavior). Die Ursache dafür liegt im Arbeitsklima. Authentizität führt zu einem besseren Arbeitsklima und das motiviert.

Authentizität hat aber auch das Potential zu einem dieser Phrasenwörter zu werden. Jeder findet es gut, aber keiner weiß so ganz genau, was es denn eigentlich bedeutet. Was ist also authentische Führung?

Der Urvater des Management Peter Drucker hat es einmal so auf den Punkt gebracht: „Walk the Talk!“ Tue das auch, was Du sagst.

Doch der Führungsforscher Fred Walumbwa hat sich dazu ein wenig mehr Gedanken gemacht und ein eigenes Modell von authentischer Führung entwickelt. Authentische Führung besteht nach ihm aus vier zentralen Aspekten.

Die vier Merkmale authentischer Führung

1) Ich zeige etwas von mir: Ich bin den Mitarbeitern gegenüber transparent. Das heißt: Ich teile meine Gedanken und Gefühle. Ich habe auch kein Problem damit, ihnen gegenüber einzugestehen, dass ich gerade nicht die passende Antwort habe. Mitarbeiter kennen mich also nicht nur entschlossen, sondern auch einmal unsicher, nicht nur als Chef, sondern auch als Mensch. Also: Zeige etwas von Dir!

2) Ich treffe Entscheidungen nachvollziehbar und möglichst fair: Die Mitarbeiter kennen mich als jemanden, der seine Entscheidungen nicht aus einer Laune heraus trifft. Ich bin fair. Ich hole mir vor einer Entscheidung möglichst alle Informationen ein. Erst dann entscheide ich. Mitarbeiter wissen: Ich entscheide nicht bloß auf der Grundlage von Sympathie.

3) Auch unter großem äußeren Druck halte ich an meinen Prinzipien fest: Nach Walumbwa erleben Menschen es als sehr unauthentisch, wenn Führungskräfte ihr Fähnchen stets nach dem Wind richten. Authentisch sind Menschen, die zu ihren Überzeugungen stehen. Nur ein Beispiel: Vielleicht bietet sich die Möglichkeit zu großem Gewinn, wenn der Kunde über den Tisch gezogen wird. Eine authentische Führungskraft tut das nicht, auch wenn der finanzielle Druck groß ist. Sie hält an ihren ethischen Überzeugungen fest. Langfristig zahlt sich das wieder aus.

4)  Ich habe eine gute Selbstwahrnehmung: Ich kenne mich selbst. Ich nehme wahr, wie andere Menschen auf mein Handeln reagieren. Ich reflektiere. Ich sehe mich, aber ich nehme auch wahr, wie andere mich sehen. Authentische Führungskräfte spulen nicht immer das alte Muster ab, sondern reflektieren…und steuern gegebenenfalls gegen.

Wahrscheinlich ist keiner von uns perfekt darin, diese vier Elemente authentischer Führung immer zu 100% umzusetzen. Ich bin es zumindest nicht. Deshalb: Was ist der eine Aspekt, an dem Du in der nächsten Woche einmal verstärkt arbeiten möchtest?

Frage: Was ist der authentischste Mensch, der Dir in den Kopf kommt? Was zeichnet ihn aus? Ist das vielleicht ein Aspekt, der in dem Post noch nicht thematisiert wurde? Denke an deinen Chef, Vorgesetzten oder Pastor. In welchem Aspekt von Authentizität ist sie gut? In welchem Aspekt muss er noch viel lernen?

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2 responses to “Authentisch führen macht erfolgreich – Wie es gehen kann”

  1. Daniel says :

    Was Punkt 3) angeht: Da habe ich die Erfahrung gemacht, dass man manchmal (!) gerade dann authentisch wirkt, wenn man auch mal über die eigenen Prinzipien springt, das aber jeweils begründet. Oder wäre das dann auch wieder ein persönliches Prinzip? 😉

    • Malte says :

      Genau darüber habe ich letztens auch mit einem Freund gesprochen. Vielleicht wirkt Punkt 3) auf den ersten Blick wirklich wie der Prinzipienreiter. Das ist damit aber glaub ich nicht gemeint. Manchmal kann es ja begründet sinnvoll sein über sein persönliches Prinzip herüberzuspringen. Ich glaube bei Walumbwa ist es einfach die Beobachtung, dass viele Leute im wirtschaftlichen Kontext oft nur den Profit sehen und um diesen zu erreichen alle ethischen Prinzipien über Bord werfen. Das nehmen andere halt als unauthentisch war. Man sagt zwar man handle ethisch, aber wenn es wirklich drauf ankommt, ist es einem egal…

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