In der Predigt Glauben wecken – 4 Dimensionen

Ich predige, um Glauben an Jesus Christus zu wecken. Um dieses Ziel zu erreichen, hilft es vielleicht, einmal den Blick zu weiten. In diesem Beitrag schaue ich in die Führungsliteratur und will mich hier von einem Modell für meine Predigtpraxis inspirieren lassen.

© thepathtraveler / FreeDigitalPhotos.net

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Mein allgemeines Predigtziel sieht etwa so aus: Durch die Predigt vertrauen Menschen Jesus Christus (etwas mehr). Sie vertrauen seinem perfekten Leben mehr als ihrem eigenen. Sie vertrauen seinem Kreuz und Blut, seiner Auferstehung. Sie vertrauen, dass Jesus sie eines Tages „in den Himmelbringt“. Und dass er sie durch dieses Leben bringt.

Dieses Vertrauen schenkt natürlich nur der Heilige Geist. Und der „weht, wo er will“ (Joh 3,8). Aber er tut es eben auch durch die Predigt (Röm 10,17). Von daher dürfen wir als Prediger uns gerne um eine Gestaltung der Predigt bemühen, die Glauben fördern kann.

Wie geht das konkret? Mir kam eine Idee. Ganz ausgereift ist sie noch nicht. Aber vielleicht ist es ja eine spannende Spur!

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Christuszentriert ist nicht gleich christuszentriert. Wenn Jesus zur Mogelpackung wird

Christuszentriert. Das ist in frommen Kreisen ein Gütesiegel. Es ist mitunter genuiner Ausdruck des eigenen evangelischen Profils. Jesus soll im Mittelpunkt stehen. So singt man es in zahlreichen Lobpreisliedern („Sei Du der Mittelpunkt in meinem Leben!“). Und ich erinnere mich noch lebendig daran, wie Pastor Bill Hybels auf einem Willow-Creek Kongress vereinfacht gesagt so etwas wie „4 Stufen des Christseins“ vorstellte. Die höchste Stufe waren dabei natürlich die „Christuszentrierten“.

© Naypong / FreeDigitalPhotos.net

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Mir ist vor kurzem das Selbstmanagementbuch „Do more better“ von Tim Challies in die Hände gefallen. Sein Weg zu mehr Produktivität will bewusst christlich sein. Dazu müsse man als Christ zunächst einmal den Sinn seines Lebens kennen. Dieser bestehe darin, Gott mit meinem Leben durch gute Taten die Ehre zu geben. Nicht ich sei der Mittelpunkt meines Lebens, sondern Gott. Das gelte für ausnahmslos alle Lebensbereiche. Gott die Ehre zu geben – Das sei im Übrigen auch der eigentliche Sinn der Rettungstat Christi: „God saved you so that you could do good works and in that way bring glory to him.“

Da dämmerte es mir. Christuszentriert ist nicht gleich christuszentriert. Es gibt vielmehr zwei grundsätzlich verschiedene Arten von Christuszentrierung. Da gibt es zum einen die Christuszentrierung im Modus des Gesetzes und zum anderen die Christuszentrierung im Modus des Evangeliums.

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Mehr Produktivität im Alltag – David Allens Klassiker „Getting things done“ im Schnellcheck

Weil meine Zeit knapp ist, freue ich mich über jede Hilfe, meine täglichen Herausforderungen produktiver anzugehen. Darum habe ich mir den Selbstmanagement-Beststeller „Getting things done“ (deutsch: „Wie ich die Dinge geregelt bekomme) von David Allen einmal näher angeschaut. In diesem Beitrag schildere ich meinen Eindruck.

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Mehrfach war ich schon über den Titel „Getting things done“ gestolpert. Nun habe ich einmal in dieses Buch hineingeschaut. Genauer gesagt: Hineingehört. Auf Autofahrten wurde das Hörbuch zu meinem Begleiter. Mit knapp 7 Stunden hat es eine überschaubare Länge.

Zugegeben: Ich brauchte zwei Anlaufe, bis mich das Buch zu überzeugen vermochte. Beim ersten Hören legte ich das Hörbuch nach einer Stunde vergleichsweise enttäuscht beiseite. Doch es hat sich gelohnt, dem Buch eine zweite Chance zu geben.

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Einen schlechten Tag gehabt? So kann er zum besten Tag Ihres Lebens werden…

Ich gebe zu: es ist ein großes Versprechen. Aber ich gebe es gerne: Der heutige Tag kann zum besten Tag Ihres Lebens werden.

Mit diesem Versprechen bin ich nicht allein. In der einen oder anderen Variation geistert es durch die Selbsthilfeliteratur. Auch aus dem Mund so manchen Motivationsgurus ist es hin und wieder vernehmbar. Es klingt dann in etwa so:

© kongsky / FreeDigitalPhotos.net

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Sie können heute beginnen, ihren Traum zu leben! Sie schaffen das! Füllen Sie Ihren Kopf mit positiven Gedanken! Das wird sie ungemein motivieren. Überwinden Sie Ihren inneren Schweinehund und beginnen Sie heute! Leben Sie nicht für die Ziele anderer Menschen, sondern leben Sie ihren eigenen Traum.

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„Wir bauen hier am Reich Gottes“ – Ein Leitspruch auf dem Prüfstand

Was ist unser Auftrag als Kirche? Was ist die Mission Ihrer Gemeinde? Oftmals höre ich die Antwort: „Wir bauen hier am Reich Gottes.“ Das ist in vielen kirchlichen Kreisen ein unhinterfragter Leitspruch. Manchmal hört man ihn explizit, manchmal kommt er einem zwischen den Zeilen entgegen.

Oftmals geht die Argumentation so weiter: Das Reich Gottes schimmert dort auf, wo Gottes Willen geschieht. Deshalb geht es beim „Reich-Gottes-Bauen“ darum, die Welt im Sinne von Gottes Willen zu verändern. So gut es eben möglich ist.

In eher evangelikaler Couleur kann das konkret heißen, möglichst viele Menschen als Jünger zu einem Leben nach biblischen Maßstäben zu bewegen. In einer liberalen Spielart vielleicht, die Welt ein kleines Stück besser zu machen. Sich als Kirche für Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung einzusetzen.

© Tim Reckmann / pixelio.de

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„Wir bauen hier am Reich Gottes.“ Mir geht dieser Leitspruch seit geraumer Zeit nicht mehr so leicht über die Lippen. Ich bin skeptisch, weil mir hier eine ganz andere inhaltliche Stoßrichtung begegnet als ich sie etwa bei Paulus oder Luther lese: Die Rechtfertigung des Sünders aus Gnade durch Glauben um Christi willen.

Die wesentliche Botschaft scheint verschoben. Anstelle des Handeln Gottes für mich tritt die Einladung zur Mitarbeit. Auch das Menschenbild ist in jenem Leitspruch viel optimistischer. Ich in weniger ein passiv Empfangender, sondern ein aktiver Mitarbeiter.

Deshalb habe ich mir vorgenommen, diesen Leitspruch einmal biblisch zu überprüfen. Ich habe mir die knapp 70 Treffer auf bibelserver zum Stichwort „Reich Gottes“ einmal angeschaut. Meine Beobachtungen möchte ich hier gerne vorstellen. Selbstverständlich handelt es sich nicht um eine fertige Analyse. Auch bin ich kein Neutestamentler. Aber vielleicht trägt das Folgende ja dennoch etwas zur Bereicherung des Gespräches bei.

Hier meine Beobachtungen:

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Der nackte, betrunkene Noah und mein Traum von Kirche

Was für eine Vision von Kirche haben Sie? Ich habe meine ganz eigene. Sie hat mit einem betrunkenen, nackten Mann zu tun.

Visionen sind wichtig. Sie sind Zukunftsbilder, die in uns Leidenschaft wecken. Dazu gibt es viele biblische Texte, die uns zum Träumen ermuntern. Sie malen uns vor Augen, wie Kirche sein könnte. Weit vorne im Rennen biblischer Visions-Texte ist sicherlich Apostelgeschichte 2. Die ersten Christen leben gemeinschaftlich zusammen und haben offene Häuser. Sie teilen und beten gemeinsam.

© günther gumhold / pixelio.de

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Viele Gemeinden wollen so leben, wie es in Apostelgeschichte 2 beschrieben wird. Im amerikanischen Kontext gibt es sogar Kirchen, die sich als eine „acts 2“-church bezeichnen.

Natürlich können auch andere biblische Texte zu einem Traum von Kirche inspirieren. Die Aussendungsrede an die Jünger in Lukas 10 zum Beispiel. Das wäre die Vision von einer Gemeinde, die aufbricht, unterwegs ist und zu den Menschen geht.

Mein persönlicher Visions-Text ist jedoch ein anderer. Es ist eine kleine, schräge Episode, die sich in 1. Mose 9 abspielt. Hier heißt es:

Die Söhne Noahs, die aus der Arche gingen, sind diese: Sem, Ham und Jafet. Ham aber ist der Vater Kanaans. Das sind die drei Söhne Noahs; von ihnen kommen her alle Menschen auf Erden. Noah aber, der Ackermann, pflanzte als Erster einen Weinberg. Und da er von dem Wein trank, ward er trunken und lag im Zelt aufgedeckt. Als nun Ham, Kanaans Vater, seines Vaters Blöße sah, sagte er’s seinen beiden Brüdern draußen. Da nahmen Sem und Jafet ein Kleid und legten es auf ihrer beider Schultern und gingen rückwärts hinzu und deckten ihres Vaters Blöße zu; und ihr Angesicht war abgewandt, damit sie ihres Vaters Blöße nicht sähen.

Moment mal. Habe ich mich vielleicht doch im Text geirrt? Nein. Ich denke tatsächlich, dass diese absurde Geschichte viel darüber erzählt, was Kirche sein könnte. Dazu drei Gedanken.

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Wann autoritäres Führen sinnvoll ist

Es gibt eine Führung, die hauptsächlich auf Befehlen und Anweisungen beruht. Der Vorgesetzte trifft eine Entscheidung und erwartet von seinen Untergebenen, diese schlicht und einfach umzusetzen. Widerspruch oder gar Kritik am Chef sind alles andere als erwünscht.

Ein solch autoritärer oder direktiver Führungsstil ist heute vollkommen aus der Mode. Und das ist auch gut so. Kaum ein Mitarbeiter möchte unter einem solchen Chef arbeiten. An die Stelle der autoritären Führung in gut preußischer Manier ist vielerorts ein partizipativer und kooperativer Führungsstil getreten.

© Idea go / FreeDigitalPhotos.net

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Mitarbeiter werden in Entscheidungen mit einbezogen. Sie werden um ihre Einschätzung gefragt. Die Führungskraft kommandiert ihre Mitarbeiter nicht, sie unterstützt sie dabei, ihre Arbeit erfolgreich zu erledigen. Ziele werden nicht länger vorgegeben, sondern partnerschaftlich vereinbart. Und die Strategie für die Zukunft wird im Team gemeinsam diskutiert.

Dieser Wandel in der Führungsmentalität ist natürlich zu begrüßen. Keine Frage. Dennoch gibt es aus führungswissenschaftlicher Sicht auch heute noch bestimmte Situationen, in denen ein Schuss dirketiver Führung durchaus sinnvoll sein kann.

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